Krankenakte Fortsetzung Teil 2
Hinweis zu den Krankenakten
Der Bericht und die Zusammenstellung der Daten und Fakten wurde bereits vor über einem Jahr zusammengetragen. In der Zwischenzeit hat sich vieles verändert was Sie Aktuell mit allen neu gewonnenen Erkentnissen unter der folgenden URL finden und nachlesen können:
Aus der Krankenakte des Patienten Mario Hagemeister
Eine aktuellere Darstellung ist auch hier geplant und wird derzeit umgesetzt.
20./21. Pat. schlief bei ½ stdl. Kontrollen
21.10.
hat keinen Kontakt zu Mitpatienten
22.10. grübelt viel, Pat. wurde engmaschig beobachtet
22./23. Pat. wurde engmaschig kontrolliert
23.10. Pat. wurde ständig überwacht
23./24. Pat. schlief bei ½ stündigen Kontrollen
25.10. Pat. gibt Zwangsvorstellungen an, Pat. redet nur von Gott
27.10. wurde ständig beobachtet
27./28. wurde ständig überwacht
28./29. Pat. schlief bei ½ H Kontrollen
30.10. Pat. liegt die meiste Zeit auf dem Bett
1.11. Angehörigengespräch mit Vater/Hausarzt
Angehörige auf Suizidrisiko hingewiesen
Behandlung wird noch Monate dauern (OA Dr. H.)
1./2.11 Pat. schlief bei ½ stündigen Kontrollgängen, sitzt nur in seinem Zimmer und liest die Bibel "studierte" die Bibel, reagierte ärgerlich bei Ansprache
2./3.11. Pat. hat bei ½ H Kontrollen geschlafen, Pat. sitzt den ganzen Tag und liest in seiner Bibel wirkt sehr nachdenklich und vertieft in spirituelles Wahnerleben Pat. hat weiterhin eine unzureichende Nahrungszufuhr
4.11. wird dies als "Zeichen" gedeutet Vertrag über orale ausreichende Ernährung übers WE, ansonsten i.v. + PsychKG-einleitung, Eilbetreuung beantragt (Dr. L.) "die zuständige Ärztin im Unterbringungsverfahren: Frau Dr. L."
(Wo sind Chefärztin oder Oberarzt?)
"Verweigerung der Nahrungsaufnahme, dass bereits körperliche Schäden (patholog. Nierenwerte, Blutdruckabfall vorliegen - Gefahr akuter schwerer körperlicher Schädigung", Realitätsverlust und massives Bedeutungserleben machen den Patienten unfähig, für sich selbst zu sorgen, insbesondere hinsichtl. der Ernährung Pat. hat weiterhin eine unzureichende Nahrungszufuhr
4./5.11. Pat. schlief bei 2h Kontrolle
6.11. habe noch kein Zeichen von oben bekommen spirituell weiterhin sehr fixiert hat keinen Kontakt zu Mitpat. und Personal
6./7. Pat schlief bei 2h Kontrolle, Pat. sitzt nur in seinem Zimmer und hat keinen Kontakt zu Mitpat. und Personal
8./9. Pat. schlief bei 2h Kontrollen
9./10. Pat. schlief bei 2h Kontrollen
10.11. Pat.
sitzt den ganzen Tag in seinem Zimmer, Pat.
ist inaktiv, Nahrungsaufnahme mangelhaft
10./11. Pat. schlief bei 2 Stl. Kontrollgängen (diese Kontrollgänge sind durchgängig bis zum Ende)
11.11. Problematik wie die Tage zuvor liest in seiner Bibel starr und bewegungslos
14.11. Pat. hält sich nur in seinem Zimmer auf, führt Strichliste über Flüssigkeitszufuhr
19.11. Pat. sehr ruhig und zurückgezogen
20.11. hat keine Kontakte zu Mitpatienten
25.11. meint, er könne bestimmte "Zeichen" schon ignorieren
27./28. kann von der Bibel nicht lassen, aufgrund der Zeichen die er noch bekommt, sitzt nur im Zimmer war zum Essen vorgewesen, lässt aber lt. eigenen Angaben 1/5 davon liegen, als "Opfergabe"
28.29. Pat. findet es qualvoll, die Bibel nicht zu lesen Pat. führt am Tage zwei Gebete durch
29/30.
sagt, seine Zeichen wären weiterhin unverändert stark, aber könne sie leichter missachten
1.12. Pat. hat noch massive Bedeutungserleben sitzt sonst nur im Zimmer, hat wenig Kontakt
2.12. hat wenig Kontakt zu den Mitpatienten
3.12. entweder liest Patient oder sitzt teilnahmslos - lethargisch im Zimmer
5./6. meint, wenn er was anderes tut, dann würden gleich die negativen Zeichen kommen
6./7. er würde noch seine Zeichen bekommen
8.12. weiter Bedeutungs- und Beeinflussungserleben
8./9. versucht mehr zu essen, wenn es ihm seine bösen Zeichen erlauben
9.12. Pat. ist unverändert, sitzt nur in seinem Zimmer vor seinem Buch
10.12. Pat. sitzt viel in seinem Zimmer und liest viel -
sehr zurückgezogen, ansonsten angepasst,
meint, er könne nicht mehr essen als ein Stück Brot, da die bösen Zeichen immer kommen ... meinte auch er hätte nachmittags Gummibären gegessen, deswegen wäre das Gespräch mit dem Vater so gelaufen
13.12. Pat. heute
extrem verschlossen, depressiv verstimmt. Beteiligt sich wieder an Psychoedukation und IPT
14.12. Pat. hat keine Lust mehr auf Stat. sein,
wirkt ziemlich verzweifelt, Pat. macht sich Sorgen um die Zukunft -
eine Zeile wurde hier unleserlich gemacht
15.12. Pat. geht heute mit dem Freund nach Hause, Pat. bis 18.00 Uhr zurück
16.12. wirkt heute erschöpft -
Pat. geht es heute nicht so gut - fängt wieder ...?
Problematik über das Universum zu reden
Pat. ist unter Druck, weiß nicht, ob er das alles schaffen kann.
18.12. Leponex - Dosis immer noch reduziert,
da der Patient am 18.12. unter Therapie einen epileptischen Anfall erlitt
Pat. wurde um 11.20 Uhr liegend, nicht ansprechbar, prustend im Zimmer aufgefunden. - liegt wieder im vorderen Bereich - meinte,
der KA wäre Gottes Strafe für seine Trägheit heute Vormittag
18./19. soll erst mal in Begleitung in den Park, hält sich weiter nur im Zimmer auf
20.12. ... bei wohl akuter Suizidalität, die nur iR wahnh. Erlebens nicht umgesetzt wird
22.12.
Pat. meint, Gott würde ihn bestrafen / Gedächtnisprobleme
Frau Prof. Dr. H. verweigert Ausgangsregelung über Weihnachten zur Familie mit der Begründung:
starke Suizidgefährdung (Protokoll der Eltern)
23.12. "kein Urlaub nach Hause" (Krankengeschichte)
"Allerdings wird erneut von zweiter Realität gesprochen, auch ich (die Chefärztin) sei nicht wirklich, sondern eingesetzt." (Dokumentation H., vom 10.1.06 zur Visite am 23.12.)
25.12. ist unterschwellig aggressiv
26.12. Vater rief erbost an, dass mit seinem Sohn nichts passieren würde, diese Woche lang.
27.12. "es ist schön, dass Ihr gekommen seid, wenn ihr auch nur virtuell seid" Aussage gegenüber seinem Vater und Dr. Husseini an diesem Tag (Besuch).
27.12. scheint
unterschwellig gereizt, lässt sich nicht aufmuntern
27.12.
Pat. hat eine nicht gehobene Stimmung - wirkt wieder sehr gereizt und ? inadäquat. Pat. scheint das lustig zu finden
28.12. Pat. findet seine Erkrankung eher lustig
29.12. läppisch Pat hält sich viel in seinem Zimmer auf / leicht unterschwellig gereizt
30.12. wenig Kontakt zu Mitpat., Pat. liegt viel auf dem Bett,
möchte nun nicht reden, Pat. hat eine Unordnung in seinem Zimmer - fühlt sich aber so wohl, glaubt jetzt, er isst zu viel, muß wieder bremsen (Kommentar: bei Untergewicht)
31.12. Pat. sehr verschlossen, viel im Zimmer aufgehalten
2.1. Pat. ist ungepflegt und insgesamt sehr unzufrieden, teilweise etwas läppisch
Pat. ist nicht mehr so zugänglich, Pat. legt jedes Wort auf die Goldwaage, gibt schnippische Antworten
3.1. Pat hat den ganzen Nachmittag geschlafen, ließ sich durch nichts stören "Gibt an,
dass er weiter an zwei Realitäten glaube" (Dokumentation H.)
4.1. raucht viel, Pat.
wirkt schnell überfordert, braucht Ruhe, meinte da, es würde ihm schlecht gehen, könne nur schlecht unterscheiden, was real (ell) ist und was nicht
5.1. wird morgen geklärt, was für Therapien für ihn gut sind
6.1.
Pat. kommt den ganzen Vormittag kaum aus den Bett, - kaum Kontakt zu MP,
Pat. zurückgezogen
Pat. hat versucht zu lernen, war mehrmals auf dem Flur zu sehen. Hat seine Tabletten das erste mal selbst aufgestellt.
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